Der künftige (?) US Präsident und seine Welt

Nachdem der republikanische Senator McCain 2000 die Vorwahlen gegen Bush verloren hat, aber 2008 erneut kandidieren will (Bush ist ja bereits in der 2. Amtszeit, eine dritte ist nicht möglich), ist es ganz interessant, diesen Mann näher zu beleuchten.

Bisher ist er neben seiner Vietnam-Vergangenheit vor allem dadurch aufgefallen, dass er sich für ein generelles Folterverbot ausspricht. Viel wichtiger ist allerdings seine Sicht auf die Außenpolitik der USA, und gerade dort hat er bewiesen, dass er keineswegs eine andere Sicht als die der jetzigen Regierung mit ihren unrechtmäßigen Kriegen und Einstellungen vertritt.

Zusammen mit drei anderen Senatoren besuchte McCain
kürzlich Bagdad und dort unter anderem einen öffentlichen Markt. Nach seiner Tour kritisierte er Journalisten dafür, angeblich zu negativ über die Sicherheitslage im Irak zu berichten. Auch auf die Frage eines irakischen Journalisten antwortete er, dass er sich gerade frei und sicher auf einem irakischen Markt bewegt habe.

Der ebenfalls anwesende republikanische Kongressabgeordnete Mike Pence ging sogar so weit, diesen Markt mit einem beliebigen Markt in Indiana zu vergleichen.

Was die beiden allerdings verschweigen sind die Umstände Ihres Besuches. So trugen sie Schutzwesten, wurden von 100 Soldaten und 5 Kampfhubschraubern bewacht. Zudem lag der Markt nur 1,5 Kilometer außerhalb der grünen Zone. Erst im Februar starben dort bei einem einzigen Anschlag 137 Leute, im März explodierte eine Autobombe und tötete 8 Leute.

5.4.07 12:03, kommentieren

PI prangert an!


Politically Incorrect prangert dieses mal gleichzeitig die Firma Holmes Place sowie Gayromeo.de an, weil beide angeblich das Existenzrecht des israelischen Volkes in Frage stellen.

Liest man den dortigen Text aber ausführlicher und somit weiter als bis zu dem Eingangsbild eines Holmes Place Clubs und dem ersten Abschnitt, so muss man feststellen, dass hier lediglich ein einzelner User des Schwulen-Portals Gayromeo in einem Chat seine Verachtung gegenüber Israel ausgedrückt hat.

Dabei hat er zudem weder irgendwelche israelischen Grenzen in Frage gestellt, noch die Existenz Israels an sich, genausowenig hat er irgendein negatives Wort über die jüdische Religion verloren.

Festzuhalten bleibt also, dass Politically Incorrect mal wieder aus Mücken riesige Elefanten macht. Aus einem einzigen User eines Portals wird eine Anschuldigung an ein riesiges Web-Portal und einen Fitness-Club gebastelt, die beiden würden das Existenzrecht des israelischen Volkes in Frage stellen.

Da hilft es auch nicht viel, wenn ganz am Ende des Artikels "gehofft" wird, dass Holmes Place darin gar nicht involviert ist; wäre diese Hoffnung ernstgemeint, hätte man bis zur Klärung dieser Frage das Holmes Place Logo nicht direkt in die Überschrift gesetzt. So bleibt hier mal wieder nur der miese Beigeschmack von überflüssiger populistischer Panikmache.

Zum Glück ist dies nicht in irgendeinem Chatraum eines noch größeren Anbieters geschehen, sonst wäre neben dem anti-israelischen Holmes Place Logo vermutlich noch ein Yahoo oder Lycos Logo in demselben Kontext aufgetaucht.

2.4.07 21:49, kommentieren

PI und der Babyschock

Wie das Blog Politically Incorrect berichtet warnt, hat in Deutschland jedes zehnte Neugeborene eine Mutter islamischen Glaubens.

Der alarmierenden Formulierung lässt Stefan Herre zwar keinen weiteren Text folgen, allerdings sprechen die Kommentare, die nicht nur freigeschaltet werden sondern bekanntlich auch eigentlich löschbar sind, für sich.

So fragt ein User in Anspielung an die moslemischen Mütter, wie die "Tragzeit bei Sauen" eigentlich ist, während ein anderer User sich für eine Sterilisierung aller Moslems ausspricht, ein weiterer spricht, in einem ebenso freigeschalteten und ungelöschten Kommentar, von der fremden und feindlichen Brut [den Kindern mit moslemischer Mutter].

1 Kommentar 1.4.07 22:22, kommentieren

PI und die Freie Bürgerstimme Baden

Unter anderem am 27.03.2007 berichtete das Blog Politically Incorrect in Person des Eigentümers des Logs selbst, Stefan Herre, über eine Aktion der Freien Bürgerstimme Baden und rief dazu auf, diese zu unterstützen.

Nicht nur, dass im Rahmen dieser Aktion diverse Teile von Koransuren völlig aus dem Zusammenhang gerissen präsentiert werden, um somit die auch auf Politically Incorrect übliche Darstellung des kulturenfressenden und grundtiefen Islam zu "beweisen"; viel interessanter ist der Hintergrund der Freien Bürgerstimme Baden.

Wie beispielsweise in diesem Artikel des Offenburger Tageblattes zu lesen ist, wird dort die Freie Bürgerstimme Baden als rechtsextreme Organisation bewertet. Auch in diesem, lediglich nur noch im Google-Archiv zu sehenden Artikel wird sicherlich jedem mehr als deutlich, was für eine Organisation sich hinter der Freien Bürgerstimme Baden verbirgt.

Ich habe Politically Incorrect vor etlichen Tagen in einem Kommentar zu diesen Missverhältnissen hingewiesen, dieser wurde jedoch weder zur Veröffentlichung freigeschaltet, noch anderweitig berücksichtigt.

Die Islamphobie auf Politically Incorrect scheint somit um Längen jene Ansätze dort zu schlagen, die sonst beispielsweise keinen einzigen Kritikpunkt an der israelischen Regierung zulassen. Die Sympathie mit rechten und scheinbar auch rechtsextremen Islamhassern ist also wichtiger als der Schulterschluss gegen Neonazis und somit auch gegen Antisemitismus!





1.4.07 22:05, kommentieren


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