Intentionen und Ideologien

Erneut zeigt Politically Incorrect seine (zumindest ideologische) Nähe zu rechten Vereinigungen.

Dieses Mal berichtet das Blog über eine Aktion der Bürgerbewegung Pro Köln.

Dabei wird mal wieder darüber hinweg gesehen, dass Pro Köln klare Verbindungen in die rechte Szene hat, was nicht nur an der Vergangenheit von Pro Köln sichtbar ist, sondern auch an jüngsten Geschehnissen.

So sei hier beispielhaft auf folgenden Artikel des Kölner Stadt Anzeigers verwiesen; ein Zitat daraus:

Ein Beispiel für die Gesinnung der ultrarechten Aktivisten lieferte Pro-Köln-Ratsfrau Judith Wolter im Zusammenhang mit dem bevorstehenden 60. Jahrestag des Ende des Zweiten Weltkrieges. Der 8. Mai sei für sie „sicherlich kein Datum zu feiern“, verkündete sie unlängst in einer Ratssitzung. Damals sei „de facto ein Drittel des damaligen Reichsgebietes verloren gegangen“.


Viele hohe Pro Köln Mitglieder (Vorsitzender, Schatzmeister etc) waren früher Mitglieder der Republikaner, einer war in der Jugendbewegung der NPD; viele Pro Köln Gründungsmitglieder rekrutierten sich aus der Deutschen Liga für Volk und Heimat.

Abgesehen von den Moslems hat Pro Köln auch Schwule, Lesben, Sinti & Roma sowie internationale Großbanken im Visier und bedient damit klar sämtliche typischen ausländerfeindlichen und sogar antisemitischen Klischees. Selbst die Rechte von Prostituierten sind Pro Köln ein Dorn im Auge.

Ich hatte bis vor einigen Jahren die Ehre selbst in Köln zu wohnen zu können und konnte mich damals persönlich davon überzeugen, dass die "Aufmärsche" von Pro Köln vor allem im Typus der Teilnehmer keinen besonderen Unterschied zu allseits bekannten NPD Demonstrationen bilden; nur dass bei Pro Köln neben den üblichen kahlrasierten Springerstiefelträgern deutlich mehr Menschen mitlaufen, denen man zumindest visuell eine Sympathie zu solch Rechten nicht zutrauen würde.

Was also mag Politically Incorrect mit einer weiteren Zurschaustellung recht(sextrem)er Verbindungen bezwecken? Oder ist das das erneute Offenlegen der Gemeinsamkeiten mit der rechten Szene unbewußt geschehen; in dem guten Glauben, der gemeine PI Leser vermag solche Zusammenhänge sowieso nicht entdecken, geschweige denn verstehen?

Wieso wird auf der einen Seite (zu Recht) gegen diejenigen Moslems angeschrieben die Juden hassen, aber auf der anderen Seite wird rechten Verbindungen mit deutlich antisemitischem Hintergrund eine Plattform gebeten, sobald diese ihrerseits gegen (alle) Moslems hetzen? Der Hass gegenüber Moslems ist bei PI also deutlich stärker ausgeprägt als die Kampf gegen Antisemitismus; und das obwohl PI sehr starke Verbindungen in jüdische Netzwerke hat. Ob diese wiederum von dieser Doppelmoral wissen? Und wohin kann/wird dieser (scheinbar?) so überaus starke und positive Dinge wie den Kampf gegen Antisemitismus überwiegende Hass auf alles moslemische noch führen?

10.4.07 03:26

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