Die PI-(Blog)Wut hält an.

In gleich mehreren Beiträgen stellt Politically Incorrect erneut seine Paranoia zur Schau.

So wird zum Beispiel in diesem rhetorisch und stilistisch absolut verwirrten Artikel unterstellt, die USA bzw. dortige Institutionen würden sich einem moslemischen Diktat unterwerfen, indem sie das moslemische Ritual der männlichen Beschneidung fördern.

Dabei wird total ignoriert, dass die männliche Beschneidung überhaupt keinen moslemischen Ursprung hat, dass sie vielmehr jüdische bzw. noch ältere Wurzeln hat; und vor allem, dass eben gerade in den USA die dort sehr verbreitete Beschneidungspraxis teils jüdische und teils schlichtweg bereits nahezu gewohnheitliche (immerhin werden dort alleine jährlich über eine Million Neugeborene beschnitten) Gründe hat, aber sicherlich keine moslemischen. Aber dennoch nutzt PI selbst dieses total harmlose Thema, um Angst vor Moslems zu erzeugen.

In diesem Eintrag wiederum bezieht sich PI auf einen eigenen, österlichen Beitrag.

Darin hatte PI über die bösen moslemischen Bäckereien und Buden berichtet, die sich einfach nicht an die Kölner Ladenschlussgesetze für die Feiertage halten. Nun aber stellt sich heraus, dass die Zeitung, die vor Ostern kurz über die sodann von PI aufgegriffenen Ladenschlussgesetze berichtet hatte, sich gar nicht ausführlich genug dazu geäußert hatte und es ja doch etliche Sonderregelungen und Ausnahmen gibt. Bei dieser Zeitung handelt es sich übrigens um den Kölner Express; einer Zeitung die ein ähnliches "Niveau" wie die BILD aufweist.

Was aber sagt uns die ganze Geschichte jetzt? Nun, PI bezieht Meinungen aus drittklassigen Quellen, überprüft diese nicht und macht auch noch total abgedrehte und sinnfreise Berichte daraus. Und wenn sich dann herausstellt, dass die eigene Quelle doch nicht so prall war, dann schreibt man auch noch öffentlich drüber, und anstatt sich für solcherlei miese Recherche zu entschuldigen empört man sich über die Quelle selbst.

Außerdem verrät uns Politically Incorrect, dass ein hoher saudi-arabischer Islam-Gelehrter seinen Studenten empfohlen hat, während ihres Studiums westliche Frauen zu heiraten und diese nach dem Studium wieder zu verstoßen. Also Quelle wird dabei lediglich eine weitere relativ islamfeindliche Seite angegeben. Zudem ist die dort wiederum verlinkte Quelle in arabischer Schrift und somit nicht nachvollziehbar. Andere Quellen zu diesem Thema sind weder in deutscher noch in englischer Sprache auffindbar.

Zu finden ist lediglich eine einzige Quelle, die erläutert, dass es saudischen Studentinnen verboten ist, ohne männliche Begleitung (Ehemann, Bruder, Vater) das Land zu verlassen, weswegen diese sich eben zumeist einen Ehemann für die Zeit des Studiums suchen. Ob PI da etwas missverstanden hat?

Deutlicher werden aber Stefan Herre bzw. seine Kommentatoren in diesem unkommentierten Videoausschnitt eines zum Gebet rufenden Muezzin in New York.

Erneut wird von Herre indiziert und freudig von den Lesern und Kommentatoren (die ja eben freigeschaltet werden müssen und vor allem löschbar sind) aufgenommen, dass die bösen Moslems sich über den Westen lustig machen (bzw. ihn vereinnahmen wollen) und eigentlich am besten verboten/abgeschafft wären.

In den widerwärtigen Kommentaren wird unter anderem zu Gewalt mit Ziegelsteinen und Gewehren gegenüber den New Yorker Moslems aufgerufen, der Gebetsruf als krank und pervers bezeichnet und der Muezzin selbst als "Vorwixer".

Abschließend sei hier noch über den angeblichen Hitlergruß eines Moslems vor der Kölnarena berichtet. Die PI Schreiberlinge scheinen noch nicht sehr viele grüßende Menschen gesehen zu haben (woran das nun wieder liegen mag?), sonst wüssten sie, dass ein erhobener Arm beim Grüßen oder auch anderen Tätigkeiten gar nicht so selten vorkommt.

Zur Verdeutlichung noch einmal das auf PI gezeigte Bild sowie 2 andere:





11.4.07 02:32

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